Auto-(fried)-hof

Man kann eigentlich nicht von Schrottplatz sprechen, wenn man das (gut gesicherte) Gelände der Autoverwertung betritt. Es ist schon so, dass Autos die hier ankommen für den normalen Auto-Bürger tatsächlich Schrott sind. Sei es als Folge eines Unfalles oder als nicht mehr verkäufliches Altauto. Aber für den Besitzer der Autoverwertung ist es der Lebensunterhalt und das nicht nur für ihn, sondern auch noch für einige Angestellte.

Es ist für mich schon sehr erstaunlich wie sorgfältig sortiert und beschriftet hier die Stoßstangen, Türen, Motorhauben und noch alles mögliche weitere Blech der verschiedensten Automarken hier gestapelt auf dem Hof verteilt sind. In einer Halle sind dann die Motoren und weitere Teile des Antriebs der ausgemusterten Fahrzeuge gelagert. Eine Fundgrube für Autobastler und Werkstätten aber natürlich auch eine Fundgrube für uns Fotografen. Klar war der Besitzer zunächst sehr skeptisch, da offensichtlich bereits vor uns Kundschafter per Kamera die Lage gecheckt haben um dann hier gezielt ihre dunklen Geschäfte zu machen. Das ist aber nicht unser Vorhaben.

Als ich durch die engen Lagergassen gestreift bin habe ich bereits bei meinen Aufnahmen darauf geachtet, wie hierbei wohl eine schwarz-weiß Umsetzung aussehen würde. Die Sichtung zu Hause hat dies dann ganz deutlich gezeigt, dass optisch ansprechende Farbbilder für die schwarz-weiß Darstellung nicht immer gut geeignet waren. Die habe ich dann ganz schnell wieder gelöscht. Was sich zu meiner Zufriedenheit dann gezeigt hat, waren die Schrottplatzbilder mit Bezug zur Landschaft, die für mich dann ein sehr gutes Ergebnis gebracht haben.

Alle Umsetzungen entstanden in Lightroom, wobei nicht die einfache Schwarz-weiß Taste (v) genutzt wurde, sondern im HSL Modul wurden die Sättigungswerte auf -100% gestellt. Damit bleibt (der Farbton) und die Luminanz zur Steuerung der Grauwerte erhalten. Auch die weitere Palette der Regler wie Dynamik, Sättigung, Temperatur, Tonung und auch Kamerakalibrierung kann hier noch genutzt werden. Aber einfacher macht es das nicht, da man sich letzten Endes doch für einen markanten Tonwert einzelner Bildbereiche entscheiden muss. Wie gut mir das gelungen ist, könnt ihr hier nun selbst beurteilen.