Donnerwetter

Der Urlaub am Weissensee in Österreich bietet natürlich immer etwas besonderes für Fotografen. Dieses Jahr habe ich mir die Zeit genommen, mal einige Blitze einzufangen. Ganz unvorbereitet klappt das natürlich nicht. Ich habe mir schon länger den Nero Trigger angeschafft und hier erstmalig für Blitze eingesetzt. Einfach einschalten und loslegen geht natürlich nicht. An der Kamera sind erst mal folgende Einstellungen zu machen:

  • Manueller Belichtungs-Modus (M)
  • Passende Blende, Belichtungszeit und ISO Wert wählen (das ist Nachts anders als Nachmittags oder Abends)
    • Nachts hatte ich ISO 800, Blende 5,6 und 2 bis 4 sec. Belichtungszeit
    • Nachmittags und Abends hatte ich ISO 50, Blende 8/16/22 bei 0,7 bis 1 sec. Belichtungszeit
  • Den Focus ebenfalls auf manuell stellen und auf den Horizont scharf stellen

Die Kamera muss natürlich auf ein Stativ und der Nero Trigger wird auf dem Blitzschuh befestigt. Jetzt muss die Empfindlichkeit des Triggers eingestellt werden. Die reicht von 1 bis 99. Das ist sicher die schwierigste Entscheidung. Wählt man die Empfindlichkeit zu hoch (>90), löst der Trigger die Kamera ständig aus, ohne dass ein Blitz da war. Stellt man den Trigger zu niedrig ein, ist der Blitz schon fast wieder weg und man bekommt nur den letzten Rest oder gar nichts auf den Schirm.

Also meine Erfahrung war, dass man in der Nacht den Trigger auf Werte bis zu 99 einstellen kann und die Blitze in der Ferne damit sicher aufs Bild bekommt. Tagsüber und Abends ist es sehr schwer den korrekten Wert zu ermitteln. Mal klappt es mit 85 oder 75 und manchmal muss man bis auf 50% zurück gehen. Aber man kämpft ständig entweder mit permanenter Auslösung oder verpassten Möglichkeiten. Im Netz findet man hierzu leider auch keine hilfreichen Angaben, auch nicht vom Hersteller. Man muss wohl selbst versuchen den gerade besten Mittelweg zu finden.