Models

Einen Menschen zu fotografieren ist eine besondere Herausforderung. Während man bei Landschafts- oder Architekturfotos als Fotograf schon mal ein eher durschschnittliches Abbild des Objektes zeigen kann, ist dies bei Bildern von Menschen unverzeihlich. Damit meine ich nicht, dass jedes Foto bis zur Unkenntlichkeit glatt retuschiert werden muss. Das überlasse ich der Werbefotografie. Aber die Person vor der Kamera sieht ja gerade nicht, was ich auf dem Monitor habe und ob es in dieser Pose wirklich so abgebildet werden möchte. Um das zu vermeiden ist bereits während des Fotoshootings ein intensiver Kontakt mit dem Modell notwendig, um die Erwartung auch zu erfüllen. Es genügt hier also nicht, nur meine Vorstellung von einem Abbild zu realisieren, sondern in erster Linie den Wünschen des Models zu entsprechen.

Um hier eine klare Linie zu bekommen, biete ich zwei Arten von Fotoshootings an:

  1. Ein reines Model-Shooting nach den Wünschen und Vorgaben des Modells
  2. Ein freies Shooting, bei dem auch ich als Fotograf meine Bild-Vorstellungen realisieren kann

1. Model-Shooting

Für ein Model-Shooting schätze ich einen Zeitaufwand von ca. 2 Stunden. Hierfür berechne ich ein Honrar von 120€. Darin enthalten ist eine Auswahl von bis zu 20 Bildern in hoher jpg-Auflösung für das Modell, von denen ich 5 besonders bearbeite. Die Urheberrechte bleiben zwar bei mir, aber das Modell kann über die Bilder frei verfügen. Ich selbst behalte dabei keine Nutzungsrechte. Das Shooting kann aber auch ohne Honrar auf TFP-Basis gemacht werden – siehe 4.

2. Freies Shooting

Hierzu suche ich Modelle, die offen sind für das Thema von Portrait bis Akt. Aus meiner Sicht betrachte ich das Modell nicht allein als fotografisches Objekt, sondern es selbst ist das „Kunstwerk“ (und das Modell sollte sich selbst auch so sehen), das es zu fotografieren gilt. So wird es zum Miturheber der Abbildung. Ich als Fotograf wähle den Ausschnitt, berücksichtige das Licht und versuche den dargebotenen Ausdruck in ein Bild umzusetzen. Dies verlangt Eigenständigkeit vom Modell, das auf sich selbst konzentriert ihr Gesicht, ihren Körper zum Ausdruck bringt und es erfordert Einfühlungsvermögen vom Fotografen, der nur getrennt durch die Kamera mit seinem Modell agiert. Wer bereit ist, sich hier einzubringen, möge sich gerne bei mir melden. Das Shooting erfolgt auf Basis TFP (siehe 4.).

3. Location

Folgende Randbedingungen für den Aufnahmeort können besprochen werden:

  • Wohnung des Modells oder des Fotografen
  • Aufnahmen im Freien (Wald, Wiese, andere ansprechende Location)
  • Aufnahmen irgendwo in der Stadt oder in einem passenden Gebäude
  • Aufnahme im Studio (müsste ich anmieten)

4. TFP – Time for Prints

Ein Honorar kann ich als Amateur nicht bezahlen, aber es werden die Aufnahmen auch dem Modell zur Verfügung gestellt (TFP – Time for Prints). Ein „Model Release Vertrag“ ist vor den Aufnahmen zu unterschreiben. Dies ist eine offizielle Vorlage von gettyimages.com die international anerkannt ist. Dies geschieht heute natürlich papierlos per App.. Grundsätzlich bedeutet TFP, dass beide Partner ihre Zeit selbst einbringen. Das Modell erhält eine Bildauswahl als Honorar und darf diese selbst nutzen z. B. zur Eigenwerbung aber nicht selbst verkaufen oder vermarkten. Der Fotograf darf die Bilder selbst veröffentlichen, zur Veröffentlichung anbieten (z. B. an Zeitschriften/Wettbewerbe) oder auch verkaufen. Einige weitere Erläuterungen zu TFP kann man in der Wikipedia nachlesen.

5. Fundsachen

Ein Portrait ist mehr als die Abbildung eines Gesichts. Es ist eine Begegnung, eine Herausforderung, eine Einladung, ein Abbild der Gesellschaft, eine Vermessung des Körpers, ein Spiel mit der Persönlichkeit, ein Dialog, ein Rätsel, ein Blick in die Seele oder ein Kontakt mit den Augen (PhotoWerkBerlin).