Offen auf AEG 2016

Für zwei Tage im Jahr kann man das Gelände der alten AEG in Nürnberg-Muggenhof besichtigen. Etliche Firmen haben sich hier in den verschiedensten Werkhallen bereits einquartiert. Seinen besonderen Ruf hat das alte Fabrikgelände allerdings wegen der vielen Künstler, die sich hier kostengünstig einen eigenen Werkraum mieten können. Das Wochenende mit „Offen auf AEG“ bietet darüberhinaus die Möglichkeit nicht nur alle Räume zu besichtigen, sondern auch mit den meist anwesenden Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Ohne einen Plan in der Hand sind wir gleich nach unserer Ankunft (mit dem Rad) ins erste Gebäude gegangen und haben ebenfalls gleich beim ersten Künstler, der seine Türe offen hatte mal reingeschaut (Yannick Wende). Wie ich gleich sehen konnte, war der Künstler ein Fotograf, der einige seiner Bilder auf einem Tisch ausgebreitet hatte (Format ca. 13x18cm). Ich hatte ebenfalls meine Kamera umhängen und so sind wir sofort ins Gespräch gekommen. Es hat sich schnell gezeigt, dass er gerade eben sein Studium an der Kunstakademie abgeschlossen hatte und nun am Übergang zur Selbständigkeit steht. Sofort habe ich einige Bilder auf dem Tisch entdeckt, die sehr experimentell aussahen. Ein Thema, das ich zur Zeit selbst sehr intensiv mit Photoshop verfolge. Das was ich gesehen habe, hat mir gezeigt, dass ich mit meinen (bisher nicht gezeigten Bildern) durchaus einen Weg gehe, der bisher scheinbar wenig gegangen wird.

Auf jeden Fall hat mich das gerade eben bei der Bildauswahl für diesen Beitrag dazu motiviert, eine experimentelle Umsetzung meiner ausgewählten AEG-Bilder mal nur mit Lightroom zu machen. Bisher habe ich ähnliches nur in Photoshop gemacht. Eingesetzt habe ich dabei die Gradationskurve und den Verlaufsfilter mit Farbmaske. So entsteht eine Art Color-Negativ Effekt.

Im weiteren Verlauf des Tages sind wir dann noch über die drei anderen Stockwerke mit den langen Fluren und den vielen Künstlerzimmern entlang gegangen und haben weitere Gespräche mit den Künstlern geführt. Ein weiterer Höhepunkt war dann die Werkschau der auf dem Campus vertretenen Künstler (die wir teilweise natürlich sofort anhand ihrer Bilder wieder erkannt haben), die Werkschau der Kunstakademie und die Fotoausstellung  f/stop von Künstlern aus Leipzig. Für die Besichtigung der vielen Labors der High-Tech-Firmen auf dem Gelände blieb dann gar keine Zeit mehr. Irgendwann ist man einfach gesättigt. Ich bin sicher, dass ich 2017 wieder hier sein werde.

 

Und hier das erste Bild m Vergleich Vorher – Nachher