Welch eine Welt!

Welch eine Welt: Goldregen und Flieder
im eigenen kleinen Garten.
… Ich mein‘, ich sähe die Jugend wieder
und dürfte die Liebe erwarten,

die Liebe, die wie ein golden Ergießen
in Wonne mir löste die Glieder,
und die Jugend, die mir den Tag ließ umfließen
gleich dem leuchtenden Lila vom Flieder.

Karl Ernst Knodt, 1856 – 1917