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	<title>Abenddämmerung &#8211; Meine Art zu sehen</title>
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		<title>Zuhören</title>
		<link>https://meine-art-zu-sehen.de/zuhoeren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilhelm Kleinöder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 18:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bilder und Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder und Texte 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Abenddämmerung]]></category>
		<category><![CDATA[Carola Spilling]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Zuhören]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich dich bitte zuzuhören, und du beginnst mir Ratschläge zu geben, dann hast du nicht getan, worum ich dich &#8230; <a href="https://meine-art-zu-sehen.de/zuhoeren/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Zuhören</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="dropcaps">W</span>enn ich dich bitte zuzuhören,<br />
und du beginnst mir Ratschläge zu geben,<br />
dann hast du nicht getan, worum ich dich gebeten habe.<br />
Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du fängst an mir zu sagen,<br />
dass ich nicht so oder so fühlen sollte,<br />
dann trampelst du auf meinen Gefühlen herum.<br />
Wenn ich dich bitte mir zuzuhören, und du glaubst,<br />
du müsstest etwas unternehmen, um mein Problem zu lösen,<br />
dann machst du mich klein und schwach, so seltsam das auch klingt.<br />
Hör mir zu! Alles worum ich dich bitte, ist, dass du mir zuhörst.<br />
Nichts sagst oder tust, nur zuhörst!<br />
Guter Rat ist billig. Für nur eine Mark Porto kann man ihn von<br />
jedem Briefkastenonkel aus den Zeitschriften beziehen.<br />
Ich kann alles für mich selber tun. Ich bin nicht hilflos oder unfähig,<br />
bloß weil ich krank bin oder Angst habe.<br />
Vielleicht mutlos und zaudernd, aber nicht hilflos.<br />
Wenn du etwas tust, was ich selber kann<br />
oder für mich selbst tun müsste, dann trägst du zu meiner<br />
Unzulänglichkeit bei und vergrößerst meine Furcht.<br />
Aber, wenn du als simple Tatsache akzeptierst,<br />
dass ich fühle, was ich fühle, egal wie vernunftwidrig das auch sein mag,<br />
dann kann ich aufhören, dich von der Richtigkeit meiner Gefühle<br />
überzeugen zu wollen und kann stattdessen versuchen,<br />
herauszufinden, was sich hinter meinen Gefühlen verbirgt.<br />
Und wenn das klar ist, sind alle Antworten auf meine Fragen<br />
offensichtlich und deutlich. Dann braucht es keinen Rat.<br />
Bitte, höre mich, und hör mir zu!<br />
Und wenn du dann erzählen willst, warte eine Minute.<br />
Dann bist du an der Reihe und ich werde dir zuhören.</p>
<p>Carola Spilling</p>
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