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	<title>Ella &#8211; Meine Art zu sehen</title>
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		<title>Ella</title>
		<link>https://meine-art-zu-sehen.de/ella/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilhelm Kleinöder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 May 2014 13:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bilder und Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder und Texte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Ella]]></category>
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					<description><![CDATA[Lieder eines Sünders. 31. Ella. Gedicht von Hermann Conradi Wär&#8216; ich ein And&#8217;rer doch und leicht&#8217;ren Sinnes! Dann liebt&#8216; ich &#8230; <a href="https://meine-art-zu-sehen.de/ella/" class="more-link">More <span class="screen-reader-text">Ella</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lieder eines Sünders. 31. Ella.<br />
Gedicht von Hermann Conradi</p>
<p>Wär&#8216; ich ein And&#8217;rer doch und leicht&#8217;ren Sinnes!<br />
Dann liebt&#8216; ich dich vielleicht und deine Schönheit!<br />
Und deiner Augen heiterernstes Dunkeln<br />
Umschlösse eine Welt, draus keine Pfade<br />
Abseits in lockende Bezirke führten . . .</p>
<p>Ich lebte nur in dir – und meinen Träumen<br />
Gäbst du allein Bestand und Tiefsinn – Säumen –<br />
Ein dauernd Währen und ein groß Behalten,<br />
Drin sich erschließt ein göttliches Entfalten . . .<br />
Ich liebte dich allein und deine Reinheit,<br />
Drin sich begräbt des Lebens Grundgemeinheit,<br />
Draus sich gebiert ein ernstes Sondertrachten –<br />
Ein Menschenlieben und ein Weltverachten! –</p>
<p>Wär&#8216; ich ein And&#8217;rer doch und leicht&#8217;ren Sinnes!<br />
So aber bin ich schon gemünzt und leider<br />
Hab&#8216; ich mich unbefreibar festgebissen –<br />
Mich vollgetränkt mit galligen Essenzen,<br />
Die wahrlich keine Freunde von Begrenzen!<br />
Ja! Schrankenlos ist meiner Seele Streben –<br />
Unstät und ruhelos mein armes Leben . . .</p>
<p>Dir mögen güt&#8217;ge Götter Rosen streuen –<br />
Dich einen Traum des Lebens träumen lassen,<br />
Drin sich verknüpft verzeihend Welterfassen<br />
Und keusches, lichtverklärtes Daseinsfreuen . . .<br />
Dir mögen güt&#8217;ge Götter Wolken breiten, –<br />
An goldenem Gespinnst dich heimgeleiten . . .</p>
<p>Hermann Conradi (* 12. Juli 1862 in Jeßnitz (Anhalt); † 8. März 1890 in Würzburg)</p>
<p>Mehr von <a title="http://gedichte.xbib.de/gedichtband_Lieder+eines+S%FCnders_Conradi,30,0.htm" href="http://gedichte.xbib.de/gedichtband_Lieder+eines+S%FCnders_Conradi,30,0.htm" target="_blank">Hermann Conradi</a></p>
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