Wir wurden die letzten Wochen wirklich von einer ganzen Reihe schöner Sommertage verwöhnt. Dass das auch mal zu Ende geht, ist an den abgeernteten Feldern zu erkennen. Aber gerade das stellt nun die Fotografen vor die Aufgabe, diese aufgerollten Strohballen ins rechte Licht zu rĂŒcken. NatĂŒrlich lassen die sich nicht so einfach verschieben, deshalb muss der Fotograf sich bewegen, um den rechten Ausschnitt zu ermitteln. Mit Ausnahme des ersten Bildes habe ich habe hier mit einer Festbrennweite von 50 mm (APS-C Format) fotografiert. Da lernt man wieder, sich mal einige Meter oder manchmal nur wenige Zentimeter hin und her zu bewegen, anstatt nur den Zoom Ring des Objektives zu bewegen.

Die Horizontlinie wurde durch einen niedrigen Kamerastandpunkt in den Bildern immer im unteren Drittel gehalten. Des Weiteren folgte dann die ganze Konzentration auf die Formen der Strohballen, die mal formatfĂŒllend angeschnitten wurden oder gestaffelt neben- und hintereinander platziert wurden. Besonderes Augenmerk habe ich auch auf die TiefenschĂ€rfe in den Bildern gelegt. Klar muss der Strohballen mit dem nĂ€chsten Punkt zur Kamera scharf eingestellt sein. Aber weiter weg zum Hintergrund hin wollte ich die SchĂ€rfe bewusst abnehmen lassen. Dies ist auch deutlich sichtbar an den kleinen BĂ€umchen am Horizont. Dazu wurden auch alle Bilder mit einer Maximalblende von f/5,6 gemacht.

Obwohl mir bei den meisten Fotos die Sonne direkt im RĂŒcken stand, konnte ich durch die Staffelung der Strohballen trotzdem die gewĂŒnschte rĂ€umliche Tiefe erzielen. In einigen Aufnahmen wurde das dann ergĂ€nzt durch einen Blickwinkel, bei dem Licht und Schatten wenigstens angedeutet sind.