Heut Nacht in meinem Traum
stand ich vor einem Baum.
Der Baum war groß und kahl.
Er hatte keine Wahl.
Der Winter kam, nahm ihm sein Kleid.
Jetzt steht er da und weit und breit
nur Schnee und Eis,
die √Ąste wei√ü.
Die Zeit vergeht, der Baum erwacht,
f√§ngt an zu bl√ľhn in voller Pracht.
Nun ist der Baum wohl wieder schön
f√ľr die, die `s oberfl√§chlich sehn.
Denn vorher war er auch ein Traum,
ein Traum von mir,
ein Traum von Baum.

© I. Kunath, 2008