Wolken

Die Urlaubsreise ist schon wieder zwei Wochen her, aber es gab einen Tag, an dem ich spontan meine Kamera ausgepackt habe und 20 Minuten lang nur Wolken fotografierte. Ich lag schon mehr als eine Stunde auf der Liege und habe “nichts” gemacht, außer zwischendurch die leichten Wölkchen am Himmel zu beobachten, wie sie entstehen und gleich wieder vergehen, um neuen Wölkchen Platz zu machen. Dann sagte ich mir, das musst du fotografieren. So ein wunderschönes Schauspiel bekommt man nicht alle Tage geboten. Es war am Himmel immer der gleiche Bereich, an dem wie aus dem nichts plötzlich eine kleine Wolke entstand und dann innerhalb einer Minute wieder verging, um der nächsten Wolke Platz zu machen.

20 Minuten lang habe ich so im Minutentakt die Wölkchen eingefangen. Fotografiert habe ich mit dem 100 mm Objektiv. Die Kamera lag auf der Liege auf meinem “Reiskissen” ausgerichtet auf die Wolken. Wie immer in der letzten Zeit hatte ich natürlich auch hier mein Windows Surface Go Tablet angeschlossen, um gleich nach der Aufnahme die Belichtung im RawDigger kontrollieren zu können. So habe ich sichergestellt, dass ich nie über den Clipping Punkt hinaus belichtet habe und dann besonders die feinen Tonwertverläufe in den hellen Wolkenpartien mit best möglicher Belichtung erfasst wurden.

Die Bearbeitung habe ich zunächst mit Lightroom und Photoshop begonnen. Aber in Photoshop ist es mir nicht gelungen, die feinen Tonwertstrukturen in den Wolken zu erhalten. Den Himmel wollte ich ja möglichst weit abgedunkelt haben und dabei sind mir dann auch die “leichten” Strukturen in den Wolken verloren gegangen. Aber dann habe ich in Lightroom verschiedene SW-Profile ausprobiert, die ich erst vor kurzem im Rahmen einer online Schulung erworben habe. Am besten hat das Profil “Rollei infrared 400” und “Rollei infrared 400 high” gepasst. Die finale Bearbeitung erfolgte dann direkt in LR über die Luminamz im Tabulator “HSL”. Obwohl das Profil ein schwarzweiß Bild erzeugt, stehen für die Bearbeitung in LR alle Regler für die Farbeinstellungen voll zur Verfügung. So konnte ich schließlich alle feinen und leichten Strukturen in den Wolken erhalten, so wie ich mir es vorgestellt habe.

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