Sie sprießen licht aus Waldesnacht,
Ohne reichen Duft, ohne Farbenpracht,
Unter den großen, alten BĂ€umen,
Über das Moos wie flutend TrĂ€umen:
Wann der Wind vorĂŒber streicht,
Neigen sie ihre Köpfchen leicht,
Aber wo die Sonne licht
Durch die BlÀtterkronen bricht,
Saugen sie all das goldige Scheinen
Sehnsuchtsvoll in den Kelch, den kleinen.
So blĂŒhen sie scheu, ohne Glanz und Pracht:
Die lichten Kinder der Waldesnacht.

Therese Dahn