Bei unserem gemeinsamen Besuch der Fotografen der Digi-Gruppe im SNE im Botanischen Garten in Erlangen hatten wir wieder mal beste Umweltbedingungen. Das gute Wetter hatte aber viele Besucher angelockt (darunter weitere Fotografen) und so waren wir unter ständiger Beobachtung, was wir denn hier gerade fotografieren.

Ich hatte wieder mal den Entschluss gefasst, mit nur einer Festbrennweite (diesmal 50 mm, f1,4 Normalobjektiv von Sigma) zu fotografieren. Nach dem Motto, “Das beste Zoomobjektiv sind die Beine. (Ernst Haas)” musste ich mich tats√§chlich st√§ndig mal vor oder zur√ľckbewegen und das war auch gut so. Man bekommt so einen anderen Blick auf das Motiv. Auch das Normalobjektiv mit seiner Brennweite von 50 mm zwingt einen dazu, Ausschnitte von vornherein eng zu begrenzen. Mit einem Zoomobjektiv w√ľrde man einfach ein wenig hin und her schieben, um den Ausschnitt zu fixieren, hier aber hat man die Pflicht und aber auch die Freiheit, dies √ľber die Ann√§herung ans Motiv zu bewerkstelligen. Ein v√∂llig neues Seherlebnis, nicht nur schon bei der Aufnahme, sondern auch sp√§ter bei der Bearbeitung am Computer (Lightroom).

Ein weiteres Element in meiner Bildgestaltung war diesmal auch die ganz bewusste Wahl einer gro√üen Blenden√∂ffnung (f1,4, 1,7, 2,5… – nicht immer!). Auch das hat zu der sehr kompakten Gestaltung der Bilder beigetragen. Sp√§ter im Gew√§chshaus habe ich auch mal Blende f8 genommen, da ich mir das mit dem Stativ auch leisten konnte (bei einer Zeit von bis zu 1s).

Der Experimente nicht genug habe ich auch noch die Schnellschuss-F√§higkeiten der Kamera ausprobiert und in knapp 3s 25 Bilder eines “Mauerbl√ľmchens” geschossen (muss man hier wirklich so sagen). Ich habe dabei absichtlich nicht darauf geachtet, ob das Objekt st√§ndig korrekt im Focus war (das mache ich ein anderes mal). Ich hatte n√§mlich schon bei der Aufnahme im Kopf, die Bilder am PC alle als Ebenen zu √ľberlagern (Photoshop). Da wollte ich bewusst auch unscharfe Elemente mit dabei haben.

Dass es ein erfolgreicher Nachmittag war, zeigt die hohe Anzahl an Bildern, die nicht der Löschtaste zum Opfer gefallen sind. Die meisten der Bilder wurden in schwarzweiß umgewandelt und sind unten in der Galerie zu sehen. Die Farbbilder werde ich in einem weiteren Artikel später mal getrennt nachreichen.

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