F√ľr zwei Tage im Jahr kann man das Gel√§nde der alten AEG in N√ľrnberg-Muggenhof besichtigen. Etliche Firmen haben sich hier in den verschiedensten Werkhallen bereits einquartiert. Seinen besonderen Ruf hat das alte Fabrikgel√§nde allerdings wegen der vielen K√ľnstler, die sich hier kosteng√ľnstig einen eigenen Werkraum mieten k√∂nnen. Das Wochenende mit “Offen auf AEG” bietet dar√ľber hinaus die M√∂glichkeit nicht nur alle R√§ume zu besichtigen, sondern auch mit den meist anwesenden K√ľnstlern ins Gespr√§ch zu kommen.

Ohne einen Plan in der Hand sind wir gleich nach unserer Ankunft (mit dem Rad) ins erste Geb√§ude gegangen und haben ebenfalls gleich beim ersten K√ľnstler, der seine T√ľre offen hatte mal hereingeschaut (Yannick Wende). Wie ich gleich sehen konnte, war der K√ľnstler ein Fotograf, der einige seiner Bilder auf einem Tisch ausgebreitet hatte (Format ca. 13×18 cm). Ich hatte ebenfalls meine Kamera umh√§ngen und so sind wir sofort ins Gespr√§ch gekommen. Es hat sich schnell gezeigt, dass er gerade eben sein Studium an der Kunstakademie abgeschlossen hatte und nun am √úbergang zur Selbst√§ndigkeit steht. Sofort habe ich einige Bilder auf dem Tisch entdeckt, die sehr experimentell aussahen. Ein Thema, das ich zurzeit selbst sehr intensiv mit Photoshop verfolge. Das, was ich gesehen habe, hat mir gezeigt, dass ich mit meinen (bisher nicht gezeigten Bildern) durchaus einen Weg gehe, der bisher scheinbar wenig gegangen wird.

Auf jeden Fall hat mich das gerade eben bei der Bildauswahl f√ľr diesen Beitrag dazu motiviert, eine experimentelle Umsetzung meiner ausgew√§hlten AEG-Bilder mal nur mit Lightroom zu machen. Bisher habe ich √§hnliches nur in Photoshop gemacht. Eingesetzt habe ich dabei die Gradationskurve und den Verlaufsfilter mit Farbmaske. So entsteht eine Art Color-Negativ Effekt.

Im weiteren Verlauf des Tages sind wir dann noch √ľber die drei anderen Stockwerke mit den langen Fluren und den vielen K√ľnstlerzimmern entlang gegangen und haben weitere Gespr√§che mit den K√ľnstlern gef√ľhrt. Ein weiterer H√∂hepunkt war dann die Werkschau der auf dem Campus vertretenen K√ľnstler (die wir teilweise nat√ľrlich sofort anhand ihrer Bilder wieder erkannt haben), die Werkschau der Kunstakademie und die Fotoausstellung f/stop von K√ľnstlern aus Leipzig. F√ľr die Besichtigung der vielen Labors der High-Tech-Firmen auf dem Gel√§nde blieb dann gar keine Zeit mehr. Irgendwann ist man einfach ges√§ttigt. Ich bin sicher, dass ich 2017 wieder hier sein werde.

Und hier das erste Bild m Vergleich Vorher – Nachher