Verschneit sind BÀume, GrÀser, auch Moos,
wie ein Stillstand – alles regungslos,
doch in der Helligkeit ein Glanz,
das brachten Schneeflocken, mit ihrem Tanz.

Zauberhaft, der weiße Wintermorgen,
zugedeckt und sehr tief verborgen
ist des FrĂŒhjahrs frisches GrĂŒn –
kein BlĂŒmchen will jetzt blĂŒh’n.

Stille und Schweigen in dieser Zeit,
der Morgen – wie eine Einsamkeit,
die FrĂŒhstunden reichen ihre kalte Hand,
doch gefĂŒhlvoll und freundlich entspannt.

Wie Konfetti an glitzernden FĂ€den,
zieht der Windhauch die Flocken auf Wegen,
ein Leuchten und GlĂ€nzen ĂŒberall,
als lÀge tausendfach Eiskristall.

Endlose Ruhe liegt in der Winterwelt,
die dennoch niemals den Atem anhÀlt,
von schneebedeckten BĂ€umen ein Knistern,
als ob sie ĂŒber ihre Schönheit flĂŒstern.

© Grete Schicke, 2002